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18.07.2016, 13:23 Uhr
Maja Buße wird Bürgermeisterin in Mittenwalde
54,8% entschieden sich für die CDU-Politikerin
Die Ragower Ortsvorsteherin Maja Buße zieht künftig in das Rathaus der Stadt Mittenwalde ein. Sie setzte sich am Sonntagabend in der Stichwahl gegen ihre Mitbewerberin Hedda Dommisch (parteilos) klar durch. Die anderen Parteien und Bürgerbündnisse setzten jetzt auf einen Neuanfang.
 Mehr als 70 Freunde, Mitstreiter und Nachbarn wollten Sonntagabend der Ragower Ortsvorsteherin Maja Buße (CDU) fast gleichzeitig zu ihrer Wahl zur neuen Mittenwalder Bürgermeisterin gratulieren. Sie holte den Sieg in der Stichwal mit 54,8 Prozent der Stimmen. Buße tritt damit die Nachfolge von Uwe Pfeiffer (parteilos) an, der mehr als 25 Jahre im Rathaus residierte.

„Es ist fast wie im Film“, sagte Buße überwältigt vor Freude. An einem spannenden Wahlabend hatte sich die 45-Jährige gegen die amtierende Bürgermeisterin Hedda Dommisch (parteilos) durchgesetzt. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis bekam sie fast zehn Prozentpunkte mehr als ihre Mitbewerberin, die auf 45,2 Prozent kam. Die Wahlbeteiligung lag bei 40,3 Prozent.

Insgesamt bewarben sich am 19.  Juni sechs Kandidaten für das Bürgermeisteramt, von denen aber keiner die notwendige Anzahl der Stimmen erhielt, sodass die Stichwahl erforderlich wurde.

„Ich möchte ein Stadtentwicklungskonzept vor allem zur Belebung der Gewerbegebiete schaffen, das von allen Mittenwaldern mitgetragen wird“, umriss Buße ihr wichtigstes Ziel. Ihrer Mitbewerberin Hedda Dommisch reichte sie die Hand zu einer gemeinsamen, erfolgreichen Zusammenarbeit, wobei sie Loyalität erwartet.
 

Hedda Dommisch verhehlte nicht, dass sie ein wenig traurig ist. „Die Bürger haben mir, die ich seit mehr als 25 Jahren im Mittenwalder Rathaus arbeite, den Neuanfang offenbar nicht zugetraut“, sagte sie, „als Leiterin der Kämmerei werde ich aber auch weiterhin mein Bestes leisten zum Wohl der Stadt Mittenwalde.“

Stadtverordnetenvorsteher Lutz Krause (Pro Bürger) zeigt deutlich, dass er sich über den Ausgang der Stichwahl freut: „Meine Fraktion hofft, dass damit ein frischer Wind in das Rathaus einzieht, nachdem die Entwicklung in Mittenwalde fast fünf Jahre lang durch das Damoklesschwert Uwe Pfeiffer gelähmt war.“ Der Vorsitzende des Stadtverbandes der Linken, Werner Hannig, erhofft sich jetzt vor allem eine vertrauensvollere Zusammenarbeit zwischen den Abgeordneten und der Rathausspitze. Seine Partei unterstütze den Neuanfang, sagt er.

Auch SPD-Fraktionschef Frank Kausch wünscht Buße „ein glückliches Händchen bei der Umgestaltung der Verwaltung.“ Er erwartet im Interesse der Bürger eine weitaus ehrlichere und sachlichere Zusammenarbeit zwischen der Bürgermeisterin und den Stadtverordneten als früher.

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